Eine Aussage, die es in der Schule immer so hören gab ist: „ Der Kommunismus ist am Egoismus der Menschen gescheitert.“ Die Frage, die an dieser Stelle offensichtlich wird ist: „Und wie unterscheidet er sich da zum Kapitalismus?“
Das Problem des Kommunismus war offensichtlich, dass diejenigen, die das Geld einsammelten, es nicht gerecht verteilten. Das Problem des Kapitalismus hingegen ist, dass diejenigen, die wissen, wie sie ihr Geld vermehren können, das auch schamlos verfolgen, koste es, was es wolle. Exzess und Blindheit gegenüber anderen Menschen oder allgemein den Folgen ihres Handelns ist anscheinend ein Problem, das nicht in der Wirtschaft, sondern bei Menschen selbst zu suchen ist. Globalisierung ist kein Automatismus, es stecken Interessen dahinter. Die momentane Weltwirtschaft ist mit einem Schwertransporter zu vergleichen, der mit voller Geschwindigkeit auf eine Wand zurast. Auf ökologische, ökonomische und soziale Balance wird nicht geachtet. Das Verhalten der Industrienationen ist vergleichbar mit Leuten auf einer guten Party, auf der alle wissen, dass die Polizei gerufen wurde, aber niemand verlässt sie, um nichts zu verpassen.
Das Problem am Kapitalismus ist, dass er immer mehr verlangt. Mehr Wachstum, mehr Konsum, mehr Rohstoffe, mehr Produktion, mehr Absatz. Offensichtlich sind Menschen aber bereit, große Widersprüche hinzunehmen, wenn es ihnen zugute kommt: Im Kapitalismus braucht es für einen gleichbleibenden Wohlstand Wachstum, aber es gibt nun mal KNAPPE Ressourcen. Wie heißt es so schön? „What goes up, must come down“. Das gilt auch für Wirtschaftssysteme, vor allem, wenn sie so ein Extrem erreicht haben. Es wird Zeit nachzudenken jenseits von Kommunismus und Monetarismus.
Es wird Zeit über den Tellerrand zu schauen und in ganz neuen Bahnen zu denken. Ich wünsche uns viel Erfolg dabei...
Dienstag, 18. Januar 2011
Der heutige Untertan
Obwohl als ausländisches Kind in Deutschland aufzuwachsen kein Zuckerschlecken ist, hat es doch einen Vorteil: Manchen Dingen gegenüber ist man einfach objektiver.
Zwischen dem 5. und 13. Schuljahr lernt man in 5 verschiedenen Fächern die unterschiedlichsten Facetten des Dritten Reichs kennen. Die Lehre, die daraus gezogen werden soll, ist „nie wieder“. Deutschland geht offen mit seiner Vergangenheit um und lässt nicht zu, dass so etwas wieder passieren kann. Ob oder ob nicht, sei da hin gestellt. In den letzten Jahren gibt es jenseits der Sarrazin-Debatte aber Faktoren, die einen nachdenklich werden lassen. Die schiere Anbetung Karl-Theordors zu Guttenberg, scheint nicht nur den Medien geschuldet, die sensationslustig Leute hoch- und runterschreiben. Guttenberg scheint die urdeutsche Sehnsucht nach „dem starken Mann“, dem Kaiser oder auch nur einer starken männlichen Führungsfigur zu bedienen. Wenn selbst eher linke Zeitungen den Fakt loben, dass Guttenberg soooo reich ist, dass er nicht einmal erwerbstätig sein müsste, und uns trotzdem die Ehre erweist, politisch für Deutschland aktiv zu sein, ist das symptomatisch dafür. Schon in der Schule lernt man in Deutschland, dass Hitlers Parolen auf fruchtbaren Boden gefallen sind wegen der Weltwirtschaftskrise, sich daraus ergebenden Arbeitslosigkeit und allgemeiner Hoffnungslosigkeit. Man lernt, dass sich daraus die Sehnsucht nach einer starken männlichen Figur entwickelt hat, die das Ganze wieder ins Lot bringen sollte. Journalistinnen und Journalisten und andere Menschen, die den politischen Diskurs bestimmen, haben entweder in der Mittelstufe nicht aufgepasst oder geben sich völlig unreflektiert ihren Impulsen hin.
Dies soll wahrlich kein Hitlervergleich sein. Trotzdem ist es doch verwunderlich, dass Menschen, die sich als hochgebildet und reflektiert betrachten, zu Zeiten der schlimmsten Krise des Kapitalismus (und wir haben nur noch das eine System) einen Adligen zu einem Idol hochstilisieren und rassistische Verallgemeinerungen plötzlich wieder salonfähig werden.
HABT IHR DENN GAR NICHTS GELERNT???!!!
Zwischen dem 5. und 13. Schuljahr lernt man in 5 verschiedenen Fächern die unterschiedlichsten Facetten des Dritten Reichs kennen. Die Lehre, die daraus gezogen werden soll, ist „nie wieder“. Deutschland geht offen mit seiner Vergangenheit um und lässt nicht zu, dass so etwas wieder passieren kann. Ob oder ob nicht, sei da hin gestellt. In den letzten Jahren gibt es jenseits der Sarrazin-Debatte aber Faktoren, die einen nachdenklich werden lassen. Die schiere Anbetung Karl-Theordors zu Guttenberg, scheint nicht nur den Medien geschuldet, die sensationslustig Leute hoch- und runterschreiben. Guttenberg scheint die urdeutsche Sehnsucht nach „dem starken Mann“, dem Kaiser oder auch nur einer starken männlichen Führungsfigur zu bedienen. Wenn selbst eher linke Zeitungen den Fakt loben, dass Guttenberg soooo reich ist, dass er nicht einmal erwerbstätig sein müsste, und uns trotzdem die Ehre erweist, politisch für Deutschland aktiv zu sein, ist das symptomatisch dafür. Schon in der Schule lernt man in Deutschland, dass Hitlers Parolen auf fruchtbaren Boden gefallen sind wegen der Weltwirtschaftskrise, sich daraus ergebenden Arbeitslosigkeit und allgemeiner Hoffnungslosigkeit. Man lernt, dass sich daraus die Sehnsucht nach einer starken männlichen Figur entwickelt hat, die das Ganze wieder ins Lot bringen sollte. Journalistinnen und Journalisten und andere Menschen, die den politischen Diskurs bestimmen, haben entweder in der Mittelstufe nicht aufgepasst oder geben sich völlig unreflektiert ihren Impulsen hin.
Dies soll wahrlich kein Hitlervergleich sein. Trotzdem ist es doch verwunderlich, dass Menschen, die sich als hochgebildet und reflektiert betrachten, zu Zeiten der schlimmsten Krise des Kapitalismus (und wir haben nur noch das eine System) einen Adligen zu einem Idol hochstilisieren und rassistische Verallgemeinerungen plötzlich wieder salonfähig werden.
HABT IHR DENN GAR NICHTS GELERNT???!!!
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