Eine Aussage, die es in der Schule immer so hören gab ist: „ Der Kommunismus ist am Egoismus der Menschen gescheitert.“ Die Frage, die an dieser Stelle offensichtlich wird ist: „Und wie unterscheidet er sich da zum Kapitalismus?“
Das Problem des Kommunismus war offensichtlich, dass diejenigen, die das Geld einsammelten, es nicht gerecht verteilten. Das Problem des Kapitalismus hingegen ist, dass diejenigen, die wissen, wie sie ihr Geld vermehren können, das auch schamlos verfolgen, koste es, was es wolle. Exzess und Blindheit gegenüber anderen Menschen oder allgemein den Folgen ihres Handelns ist anscheinend ein Problem, das nicht in der Wirtschaft, sondern bei Menschen selbst zu suchen ist. Globalisierung ist kein Automatismus, es stecken Interessen dahinter. Die momentane Weltwirtschaft ist mit einem Schwertransporter zu vergleichen, der mit voller Geschwindigkeit auf eine Wand zurast. Auf ökologische, ökonomische und soziale Balance wird nicht geachtet. Das Verhalten der Industrienationen ist vergleichbar mit Leuten auf einer guten Party, auf der alle wissen, dass die Polizei gerufen wurde, aber niemand verlässt sie, um nichts zu verpassen.
Das Problem am Kapitalismus ist, dass er immer mehr verlangt. Mehr Wachstum, mehr Konsum, mehr Rohstoffe, mehr Produktion, mehr Absatz. Offensichtlich sind Menschen aber bereit, große Widersprüche hinzunehmen, wenn es ihnen zugute kommt: Im Kapitalismus braucht es für einen gleichbleibenden Wohlstand Wachstum, aber es gibt nun mal KNAPPE Ressourcen. Wie heißt es so schön? „What goes up, must come down“. Das gilt auch für Wirtschaftssysteme, vor allem, wenn sie so ein Extrem erreicht haben. Es wird Zeit nachzudenken jenseits von Kommunismus und Monetarismus.
Es wird Zeit über den Tellerrand zu schauen und in ganz neuen Bahnen zu denken. Ich wünsche uns viel Erfolg dabei...
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